Wenn's dir nicht passt, dann ändere was!

Man hört es oft von anderen ganz locker daher sagen: Wenn's dir nicht passt, dann ändere was!
Als wenn es nichts wäre.. Als könnte man sein Leben vom einen auf den anderen Tag einfach mal so um 360° drehen: Aber natürlich schmeiße ich hier alles hin. Ich schmeiße meine Familie, schmeiße mein Studium, ziehe einfach so weg und starte ganz von vorne! Ist doch nichts bei.. ist ja nicht so, als würde alles im Leben Geld kosten, ist ja nicht so, als könne man sein Studium nicht einfach so schmeißen mitten im Semester und dann einfach wo anders weiter machen. Oder ist ja nicht so, dass man unter Umständen, je nachdem, wo man hinziehen will, mehrere Monate braucht, um eine Wohnung zu finden... Pff!

 Wer will, der kann!

Sicher könnte man all das bewerkstelligen. Dazu muss man nur bereit sein, viel Arbeit auf sich zu nehmen. Allerdings frage ich mich jedes Mal, wenn ich daran denke, es einfach zu machen:

Würde es dich glücklich machen?

Jeder Neuanfang birgt auch Gefahren. Niemand garantiert dir, dass der nächste Versuch anders abläuft. Niemand garantiert Erfolg. Und man muss alles alleine machen.. Wofür also Arbeit leisten, wenn man am Ende doch so oder so am selben Punkt ankommt? 

Der Charakter gibt vor, wie das Leben verläuft.

Wenn man also so oder so einfach nur jeden Tag zur Arbeit gehen würde, essen, fernsehen, schlafen würde und sich am Wochenende langweilen und nichtstun, für den lohnt sich doch auch kein Neuanfang oder?

Man müsste also sein ganzes Ich umkramen, um einen erfolgreichen Neuanfang zu gewährleisten. Und zwar auf Dauer..

Doch der Mensch neigt dazu, in alte Verhaltensmuster zu verfallen. 

Lange Rede, kurzer Sinn.. so ein "weiser Ratschlag" sagt sich immer so leicht daher aber dahinter steckt sehr viel Arbeit und Zeit, die wieder tausend neue Türen öffnet. Doch keiner sagt einem, welche davon die Richtige ist...

2 Kommentare 26.1.14 03:04, kommentieren

Werbung


Was haben wir doch für Probleme...

Man sagt oft, man würde nur das sehen, was man nicht hat und lässt das, was man hat ungeachtet und wisse es nicht zu schätzen..

Und ich muss auch zugeben: je mehr ich mich bemühe, zu erkennen, was ich habe, desto mehr fällt mir ein, was ich nicht habe bzw. was ich im Laufe der Zeit verloren habe..

Vielleicht wollen Menschen ja gar nicht glücklich sein??

Im Prinzip können wir uns in einem Land wie Deutschland nun wirklich über nichts beklagen. Doch auch hier haben die Menschen genug Probleme. In der ganzen Welt, unabhängig von ihrem Vermögen und ihrer Stellung in der Gesellschaft, ihrem Familienstand, etc. haben Menschen unterschiedliche Probleme. Doch warum kann man nicht einfach so zufrieden sein, dass man gesund ist, und das Glück hat, als eine höhere Lebensform zu leben? Klingt es nicht total absurd, wenn man das so liest, was für nichtige Probleme man hat, wenn man sich auch nur ansatzweise vorstellt, wie die Menschen z.B. in Kriegsländern leben müssen? Oder die Tiere (bspw. Insekten), die jeden Tag um ihr Überleben kämpfen müssen...

Und doch haben wir Probleme, die uns psychisch kaputt machen. Tag für Tag ist es mal dasselbe mal was anderes... Was es heutzutage nicht alles an anerkannten Krankheiten gibt. Ich wette, wenn ein Pferd ein Burn Out hätte, würde es keinen interessieren, während die Menschen schon bei kleinsten Anzeichen rumweinen und zum Therapeuten rennen und sich ausweinen. Obwohl auch Pferde intelligente Lebensformen sind, würde man es hinnehmen, dass es sich überanstrengt und stirbt, während man einen Menschen in Urlaub oder auf Kur schicken würde, ihn mit Medikamenten vollstopfen würde und schon ist er, was den Stress angeht aus dem Schneider...

Da sitze ich hier und heule, weil meine Freundschaften und Ehe darin bestehen, dass ich für alle tanze, mir Probleme anhöre, Ratschläge gebe, wenn sie es brauchen/wollen, aber keiner für mich da ist, wenn ich einen brauche [...] und in der Zwischenzeit kämpfen Tiere wie Menschen um ihr Leben weil sie im Krieg sind, weil sie in einem Land leben, wo sie hungern müssen, weil sie schwer krank sind oder auch von der eigenen Familie misshandelt werden.

 Und wir deutschen sitzen rum und weinen wegen solchen scheinbaren Nichtigkeiten. Und auch wenn ich gerade so darüber nachdenke, macht es mich nicht weniger traurig, wie es um mich steht. So muss die These zumindest für einen Teil der Menschen stimmen, dass wir nach Unglück streben..?!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.1.14 02:51, kommentieren